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Zwischen Sackgasse und Energiewende:
Eine sozial-ökologische Mehrebenenanalyse transnationaler Biokraftstoffpolitik

Willkommen beim Forschungsprojekt "Fair Fuels?"

Welche Auswirkungen haben die Förderung und Produktion von Biokraftstoffen auf Mensch und Umwelt? Inwieweit können solche Brennstoffe sozial-ökologisch verträglich produziert und genutzt werden? Leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Energiewende oder führen sie in eine Sackgasse? Diesen Fragen widmet sich „Fair Fuels?“, eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte wissenschaftliche Nachwuchsgruppe. Weiterlesen...

Aktuelles

Biokraftstoffe zwischen Sackgasse und Energiewende – Buch diskutiert ihre Rolle für eine sozial-ökologische Transformation der Energiesysteme

13. Oktober 2014

Noch vor wenigen Jahren waren Biokraftstoffe in Deutschland und Europa die Hoffnungsträger einer alternativen Kraftstoffversorgung und wurden als Allheilmittel gegen Klimawandel, Ölabhängigkeit und für die Entwicklung ländlicher Regionen gehandelt. Heute werden diese potenziell positiven Wirkungen der Biokraftstoffe zunehmend infrage gestellt und dennoch politisch gefördert. Das im Fair Fuels? Projekt entstandene und nun im oekom Verlag erschienene Buch „Biokraftstoffe zwischen Sackgasse und Energiewende“ widmet sich dieser widersprüchlichen Entwicklung, ausgehend von der Frage, welche Rolle sie für eine sozial-ökologische Transformation der Energiesysteme spielen können.

Kurzbeschreibung | Zum Buch

Fair Fuels? Agrofuels in Latin America between Crisis Regulation, Socio-ecological Inequalities and Energy Transition

20. Januar 2014

Over the last decade agrofuels have experienced a boom in Latin America in multiple ways: with regard to number of producing countries, output of produced feedstock convertible into fuel, trade volume, as well as concerning the area used for monoculture cultivation of "agrofuels" crops, e.g. sugarcane, oil palm and soy. While at first glance this boom seems to be a win-win situation with positive social, economic and ecological effects, a more nuanced analysis reveals diverse negative impacts, amongst them the (re-) production of socio-ecological inequalities.

In their lecture, Maria Backhouse (Freie Universität Berlin) and Dr. Kristina Dietz (desiguALdades.net) present main outcomes of their BMBF-funded research project focusing on developments in Brazil and Colombia as well as on transnational interdependencies.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Workshop: Soziale und ökologische Auswirkungen der Investitionen in die Palmölproduktion in Pará/Brasilien

21. Oktober 2013, Belém
Unter der Leitung von Maria Backhouse und Prof. Rosa Acevedo Marin fand am 21. Oktober an der Universität von Pará (UFPA) in Belém ein Workshop zu den sozialen und ökologischen Auswirkungen der Investitionen in die Palmölproduktion in Pará/Brasilien statt. 86 TeilnehmerInnen aus den Bereichen soziale Bewegungen, Politik, Verwaltung, Forschung, Studium und Wirtschaft diskutierten kontrovers die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Expansion der Ölpalmplantagen und der vertragslandwirtschaftlichen Inklusion der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in den Sektor. Ein weiterer Fokus wurde auf die problematische landrechtliche Situation in Pará gesetzt.

Programm und Präsentationen des Workshops

Dokumentation zur Konferenz "Biokraftstoffe zwischen Sackgasse und Energiewende - Diskurse, Effekte und Konflikte aus transnationaler Perspektive" online
19. April 2013
Welche Rolle spielen Biokraftstoffe in der Energiewende? Können sie einen Beitrag leisten, fossile Kraftstoff- und Energiesysteme sozial-ökologisch zu transformieren? Oder führen sie im Gegenteil zu neuen sozialen und ökologischen Problemen? Neue Antworten auf die vielfältigen Widersprüche rund um Biokraftstoffe hat das „Fair-Fuels?“-Team gesucht und die Ergebnisse der vierjährigen interdisziplinären Forschungsarbeiten in Berlin vorgestellt.

Weitere Informationen zur Konferenz | Zur Dokumentation der Konferenz

"Brasilien - das grüne Wunder?!" - Vortrag von Maria Backhouse auf der Lateinamerika-Woche in Nürnberg
10. Januar 2013
Maria Backhouse hält bei der Lateinamerika-Woche in Nürnberg am 28.1.2013 unter dem Titel "Brasilien - das grüne Wunder?!" einen Vortrag zur brasilianischen Energiepolitik.
Programm (pdf)

Dokumentation zum Workshop "The Political Ecology of Agrofuels" online
11. - 12. Oktober 2012, Berlin
Vom 11.-12. Oktober 2012 fand an der Freien Universität Berlin der Workshop "The Political Ecology of Agrofuels" unter der Leitung von Dr. Kristina Dietz und Maria Backhouse statt. Nachwuchswissenschaftler/innen verschiedener Disziplinen und Länder stellten ihre Forschungsarbeiten zu Agrarkraftstoffen rund 50 Teilnehmer/innen vor. Im Mittelpunkt standen Dynamiken der Agrarkraftstoffproduktion und -politiken, sozial-ökologische Folgen und Konflikte, Arbeitskämpfe, Diskurse und Lobbystrategien, die Rolle von Agrarkraftstoffen als Teil einer "Grünen Ökonomie" sowie die Politische Ökologie als kritische Forschungsperspektive der Sozial-Ökologischen Forschung.

Zur Dokumentation des Workshops

Gastwissenschaftler Matthieu Mondou im Projekt „Fair Fuels?“
18. Oktober 2012
In der Zeit vom 16. September bis 31. Dezember 2012 ist Matthieu Mondou als Gastwissenschaftler am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung im Forschungsprojekt „Fair Fuels?“ aktiv.
Matthieu hat 2006 einen Bachelor-Abschluss in Philosophie und Politikwissenschaft sowie 2009 einen Master-Abschluss in Politikwissenschaft von der Université de Montréal in Kanada. Seit 2009 ist er Ph.D. Candidate am Department of Political Science bei Prof. Grace Skogstad an der University of Toronto, wo er in seiner Dissertation die Gestaltungsprozesse der deutschen, europäischen und US-amerikanischen Biokraftstoffpolitik vergleicht. Insbesondere wird dabei die Rolle wissenschaftlicher Expertise und öffentlicher Meinung im Politikprozess spielen.
Während seines Aufenthalts wird Matthieu insbesondere vom vor-Ort-Zugang zu Bibliotheken, Archiven und Akteuren der deutschen Biokraftstoffpolitik Gebrauch machen und von der im Projekt bereits vorhandenen Expertise profitieren können. Im Gegenzug kann er das Projekt mit einer weiteren transatlantischen Perspektive auf das Konfliktfeld Biokraftstoffe bereichern. Darüber hinaus wird er aktiv in die Arbeiten von „Fair Fuels?“ miteinbezogen werden, unter anderem in gemeinsame Arbeiten und vergleichende Publikationen zum Bereich der Nachhaltigkeitsregulierung in der EU und den USA.

Vortrag und Sitzungsleitung bei der Berlin Conference 2012 “Evidence for Sustainable Development”
5.-6. Oktober 2012
Auf der vom 5. - 6. 10. 2012 vom Forschungszentrum für Umweltpolitik der FU Berlin organisierten "Berlin Conference on the Human Dimensions of Global Environmental Change" stellten die "Fair Fuels?"-Mitarbeiter/innen Thomas Vogelpohl und Elisa Dunkelberg vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung aktuelle Ergebnisse aus dem Projektbaustein „Chancen und Grenzen politischer Instrumente zur Eingrenzung sozial-ökologischer Probleme“ vor. Im Fokus standen dabei – entsprechend dem diesjährigen Thema der Veranstaltung “Evidence for Sustainable Development” – die Analyse der Evidenzproduktion zu indirekten Landnutzungsänderungen (iLUC) durch Biokraftstoffe und deren Rolle im politischen Regulierungsprozess auf EU-Ebene. Darüber hinaus übernahm Thomas Vogelpohl die Leitung der Sitzung zur Klimaanpassung.
Download des Vortrags (pdf)

Vortrag von Thomas Vogelpohl beim DVPW-Kongress 2012 „Die Versprechen der Demokratie“ (WSED)
24.-28. September 2012
Beim Kongress „Die Versprechen der Demokratie“ der Deutschen Vereinigung für politische Wissenschaft (DVPW) vom 24. bis 28. September 2012 präsentierte Thomas Vogelpohl vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung vorläufige Ergebnisse aus dem Projekt „Fair Fuels?“ zur Neoliberalisierung der deutschen und europäischen Biokraftstoffpolitik. In seinem Beitrag zum Panel des Arbeitskreises „Umweltpolitik / Global Change“ stellte er dar, wie sich der politische Biokraftstoffdiskurs verschiebt – von einem eher staatsinterventionistisch-agrar(polit)isch geprägten hin zu einem neoliberaleren, auf großmaßstäbliche Vermarktlichung setzenden High-Tech-, Innovations- und Klimaschutzdiskurs.
Download des Vortrags (pdf)

Einladung zum Workshop "The Political Ecology of Agrofuels", FU Berlin, 11. - 12. Oktober 2012
13. Juli 2012
Das rasante Wachstum des Agrarkraftstoffsektors in den letzten Jahren hat zu kontroversen internationalen Debatten geführt. Neben Konflikten um Land und sozialen Problemen im Kontext der Agrarkraftstoffproduktion werden auch die zugrundeliegenden polit-ökonomischen und sozial-ökologischen Dynamiken und Auswirkungen diskutiert. Ziel des internationalen Workshops ist es einerseits, den konzeptionellen und theoretischen Beitrag der Politischen Ökologie zur Analyse der komplexen Dynamiken im Zusammenhang mit der Expansion der Agrarkraftstoffe zu diskutieren. Andererseits soll auf Grundlage der empirischen Forschungsarbeiten der ReferentInnen ein Informationsaustausch zu den Dynamiken und transnationalen Verflechtungen in unterschiedlichen Ländern und Regionen ermöglicht werden. Die Teilnahme ist kostenfrei und auf 50 Personen begrenzt. Um eine verbindliche Anmeldung per Email (fair-fuels(at)lai.fu-berlin.de) bis zum 15. September wird gebeten. Der Workshop wird von den "Fair-Fuels"-Teammitgliedern Kristina Dietz und Maria Backhouse organisiert.
Download Workshop-Flyer

Jetzt erschienen: Zur Bedeutung von Geschlecht in der Agrarkraftstoffproduktion. Fair Fuels? Working Paper 5
11. Juni 2012
In ihrem Beitrag zeigen die Autor_innen, dass Geschlecht (auch) für die Analyse der Auswirkungen der Agrarkraftstoffproduktion eine zentrale Analysekategorie ist. Denn weder der Zugang zu Ressourcen, noch die Arbeitsteilung, noch die Produktion von Wissen ist geschlechtsneutral. Die Autor_innen plädieren für eine feministische politische Ökologie der Agrarkraftstoffe, in der die gesellschaftskritischen Einsichten der Politischen Ökologie zur Analyse von Ressourcenzugängen stärker mit Perspektiven der Geschlechterforschung verknüpft werden.
Download Working Paper 5

Workshop zur „Quantifizierung von Treibhausgasemissionen aus indirekten Landnutzungsänderungen (ILUC)“
25. April 2012
Am 25. April 2012 führte das Projekt „Fair Fuels?“ einen Workshop zur Quantifizierung von Treibhausgasemissionen aus indirekten Landnutzungsänderungen durch. Das Thema dominiert seit einigen Jahren die öffentliche Debatte um die Förderung von Biokraftstoffen, da Biokraftstoffe bei Berücksichtigung dieser Effekte unter Umständen mehr Schaden anrichten als ihre fossilen Pendants. Im Projekt „Fair Fuels“ behandelt Elisa Dunkelberg die Quantifizierung von ILUC im Rahmen der Arbeiten in Baustein 4.
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Vortrag von Elisa Dunkelberg auf den „World Sustainable Energy Days“ (WSED)

1. März 2012
Auf den vom 29. Februar bis zum 1. März 2012 in Wels, Österreich, stattfindenden World Sustainable Energy Days präsentierte Elisa Dunkelberg Ergebnisse aus einer Fallstudie zur Zuckerrohr-Ethanolproduktion in Malawi. Die Fallstudie zeigt Möglichkeiten auf, wie die Treibhausgasbilanz verbessert und Landnutzungsänderungen vermieden werden können.

Präsentation "Transnational contradictions and effects of Europe's bioenergy policy" von Aaron Leopold bei jährlichem OECD-Treffen

1. März 2012
Am 9. Februar 2012 präsentierte Aaron Leopold das in Kürze in der „Fair Fuels?“-Reihe erscheinende Diskussionspapier "Transnational contradictions and effects of Europe’s bioenergy policy: Evidence from Sub-Saharan Africa" im Rahmen des jährlichen OECD-Treffens für Repräsentant/innen der Mitgliedsstaaten, die sich mit Politikkohärenz im Interesse der Entwicklung (Policy Coherence for Development, PCD) beschäftigen. Leopold stellte Biokraftstoffe als „Büchse der Pandora der PCD“ dar, deren Komplexität in Verbindung mit immer neuen, teilweise konträren Forschungsergebnissen große Herausforderungen für Regierungen mit sich bringt bei der Einbeziehung ökonomischer, ökologischer und sozialer Faktoren in die Politikgestaltung. Er kam zu dem Schluss, dass die EU eine Revision ihrer Biokraftstoffpolitiken ernsthaft in Betracht ziehen sollte, falls diese im Zusammenhang mit schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen bei Landakquisitionen in Subsahara-Afrika stehen sollten.
Download des Vortrags (PDF, engl.)

Tagungsbericht der Weingartener Lateinamerikagespräche 2012: Umwelt und Entwicklung in Lateinamerika: Widerspruch oder Perspektive?

15. Februar 2012
Das Spannungsverhältnis zwischen Umwelt und Entwicklung in Lateinamerika stand im Mittelpunkt der Weingartener Lateinamerikagespräche, die unter der Leitung von u. a. Dr. Kristina Dietz und der Mitwirkung von Maria Backhouse vom 13.-15.01.2012 stattfanden. Durch das starke Wirtschaftswachstum, das viele Länder der Region wegen des seit Jahren anhaltenden Rohstoffbooms verzeichnen, ergeben sich für die Regierungen Lateinamerikas neue sozialpolitische Handlungsspielräume. Für die exportierten Rohstoffe lassen sich auf den Weltmärkten hohe Preise erzielen. Gleichzeitig wurde in den letzten Jahren die Wirtschaftspolitik jenseits des Modells der Rentenabschöpfung nur unmerklich neu ausgerichtet. Auch entwickeln sich mit der Ausbeutung von Ressourcen immer wieder gesellschaftliche Konflikte mit Bevölkerungssektoren, die von den negativen Folgen des Ressourcenabbaus und der agrarindustriellen Exportproduktion betroffen sind.
Download Kurzbericht der Tagung

Fachgespräche „Biokraftstoffe aus ethischer Perspektive“

19. Dezember 2012
Am 12. und 13. Dezember 2011 führte das Projekt „Fair Fuels?“ zwei Fachgespräche zur ethischen Perspektive auf die Biokraftstoffproduktion durch. Bei den Veranstaltungen in Bonn und Berlin stellte Dr. Alena Buyx vom Nuffield Council on Bioethics, einem unabhängigen Forschungsgremium aus Großbritannien, die Ergebnisse des Berichtes „Biofuels: ethical issues“ vor. Diese wurden anschließend von Expert/innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kommentiert und mit den Teilnehmer/innen diskutiert.
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Klimawandel als Demokratiefrage – neues Buch erschienen

17. November 2011
Insbesondere marginalisierte Bevölkerungsgruppen der Dritten Welt sind den Folgen des Klimawandels ausgeliefert. Seit den 1990er Jahren erfährt die Diagnose einer besonderen Vulnerabilität dieser Menschen breite Zustimmung. Doch was genau macht Individuen verwundbar gegenüber steigenden Temperaturen, ausbleibenden Regenfällen und zunehmenden Extremwetterereignissen? Und wie ist das Konzept der Vulnerabilität sozialwissenschaftlich zu fassen? Diesen Fragen widmet sich Fair-Fuels?-Wissenschaftlerin Dr. Kristina Dietz ausgehend von kritisch-theoretischen Zugängen zum Verhältnis von Gesellschaft und Natur, sozialer Ungleichheit und Demokratie in ihrem im November 2011 erschienen Buch  „Der Klimawandel als Demokratiefrage – Sozial-ökologische und politische Dimensionen von Vulnerabilität in Nicaragua und Tansania“.
Zum Inhaltsverzeichnis  |  zum Buch

„Research on the complexity of fuel policy“ – Interview mit Fair-Fuels-Forscher Aaron Leopold

20. Oktober 2011
In einem Gespräch mit dem Newsletter "Research in Germany" von BMBF und DAAD schildert Aaron Leopold, Junior Researcher des Forschungsprojekts "Fair Fuels?", die Komplexität der Forschung zur Kraftstoffpolitik. Ob Biokraftstoffe Fluch oder Segen seien, werde in einer Überfülle von wissenschaftlicher Literatur untersucht, so Leopold. Und die Ergebnisse? Vielfältig und oft geeignet, beides zu „beweisen“. Leopolds Forschung dreht sich darum, herauszufinden, wie und warum es die Befürworter von Biokraftstoffen geschafft haben, politische Mandate für die Produktion von Biokraftstoffen zu etablieren – trotz der langen Liste hochkontroverser sozialer, ökologischer und ökonomischer Aspekte. Zum Interview...

Call for Abstracts: "Africa's land as a contested arena for international and national biofuel policies and actors" der Konferenz "Embattled Spaces – Contested Orders" (30.5.-2.6.2012, Köln)

10. Oktober 2011
Das Fair-Fuels?-Team leitet das Panel "Africa's land as a contested arena for international and national biofuel policies and actors" auf der Tagung Embattled Spaces – Contested Orders der Vereinigung für Afrikawissenschaften in Deutschland e.V. (VAD). Der Call for Abstracts ist bis zum 30.11.2011 geöffnet. Das Panel wird organisiert von den Fair-Fuels?-Wissenschaftler/innen Michael Brüntrup, Kristina Dietz, Raoul Herrmann und Aaron Leopold und dreht sich um das Thema Land als umkämpfte Ressource: Land in Africa is an increasingly contested resource, with manifold consequences for economic development, poverty, social differentiation, political stability and conflicts. One of the reasons for this trend is increasing global demand for biofuels, spurred largely by biofuels promotion policies in developed and developing countries. As a consequence, new types of political coalitions and economic investments have begun to emerge... weiterlesen

Fair-Fuels-Fallstudie zu Zuckerrohr-Ethanol-Produktion in Malawi auf IEA Bioenergie-Workshop präsentiert

19.-21. September 2011
Auf dem Bioenergie-Workshop “Quantifying and managing land use effects of bioenergy“ der Internationalen Energieagentur (19.-21.09.2011, Campinas/Brasilien) präsentierte Fair-Fuels-Wissenschaftlerin Elisa Dunkelberg Ergebnisse aus einer Fallstudie zur Zuckerrohr-Ethanol Produktion in Malawi. Unter dem Titel „Sugarcane Ethanol Production in Malawi – A ‘Real World‘ Case Study on Greenhouse Gas Emissions due to Direct and Indirect Effects“ zeigte sie, dass etwa die malawische Treibhausgasbilanz im Bereich Zuckerrohr-Ethanol deutliche Optimierungspotenziale aufweist. Des Weiteren ergab die Fallstudie, dass indirekte Landnutzungsänderungen durch Investitionen in Bewässerungssysteme vermieden werden könnten.

Zum Workshop  |  Vortrag Elisa Dunkelberg (pdf)


Vortrag im Rahmen des „World Renewable Energy Congress“ (WREC) von Elisa Dunkelberg

9.-13. Mai 2011
Auf dem vom 9. bis 13. Mai in Linköping, Schweden, stattfindenden World Renewable Energy Congress präsentierte Elisa Dunkelberg Ergebnisse einer Literaturauswertung zum Einfluss indirekter Landnutzungsänderungen auf die Treibhausgasbilanz von Biokraftstoffen. Stärken und Schwächen der Methoden wurden herausgestellt sowie weiter bestehende Forschungsfragen abgeleitet.
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Neue Studie: LCA-basierte Umweltbewertung von Biokraftstoffen

29. April 2011
Umweltprobleme, die mit der globalen Biokraftstoffproduktion einhergehen, sind indirekte Landnutzungsänderungen, regionale Wasserknappheit und Biodiversitätsverluste. Elisa Dunkelberg, Josephin Lehnert und Anna Neumann vom IÖW gehen in einer aktuellen Studie auf die Frage ein, mit welchen Methoden diese Umweltwirkungen erfasst und konkreten Biokraftstoffen zugewiesen werden können. Stärken und Schwächen methodischer Ansätze werden diskutiert und Möglichkeiten zur politischen Regulierung aufgezeigt.
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Forschungsaufenthalt in Malawi im Zuckerrohr- und Biofuels-Sektor

27. April 2011
Im März beendete „Fair Fuels?“-Forscher Raoul Herrmann einen fünfmonatigen Forschungsaufenthalt in Malawi. Seit Mitte der 1960er Jahre wird in Malawi Zuckerrohr großflächig zur Herstellung von Zucker und seit den 1980er Jahren auch für die Ethanolproduktion angebaut. Ein zentrales Ziel des Aufenthalts war es, Daten zur Analyse lokaler sozio-ökonomischer Auswirkungen des Zuckerrohranbaus (Plantagen und kleinbäuerlicher Vertragsanbau) zu sammeln. Umfangreiche Haushaltsbefragungen von Zuckerrohrbauern, Plantagenarbeitern und anderen lokalen Bevölkerungsgruppen wurden während der Forschungsreise durchgeführt. Diese wurden durch Befragungen auf Dorf-Ebene ergänzt.Im Februar ergänzten die Projektpartnerinnen des IÖW Elisa Dunkelberg und Anna Neumann das Forschungsteam in Malawi. Schwerpunkt ihrer Arbeiten war es Inputdaten von den beteiligten Akteuren zu sammeln, um die ökologischen Wirkungen der Ethanolproduktion aus Zuckerrohr zu analysieren. Experteninterviews zu ökonomischen, sozialen und ökologischen Wirkungen über alle Wertschöpfungsstufen waren ebenfalls wichtiger Bestandteil der Forschungsreise. Darüber hinaus war ein weiteres Ziel des Aufenthalts die Analyse des Biokraftstoff-Politikprozesses in Malawi, ein Schwerpunkt der Arbeit von Michael Brüntrup.

Vortrag auf Wiener Tagung "Sozialwissenschaftliche Forschung in der ökologischen Krise"

29. März 2011
Fair-Fuels-Forscherin Kristina Dietz wird auf der Tagung „Sozialwissenschaftliche Forschung in der ökologischen Krise. Perspektiven einer politischen Ökologie“ vom 14. bis 16. April 2011 zu Klimawandel, Energiekrise und der Verschärfung von Ressourcenkonflikten referieren. Die Tagung zielt darauf ab, die sozialwissenschaftliche ökologische Forschung, wie sie seit den 1990er Jahren in Österreich und Deutschland geleistet wurde, zu bilanzieren. Zudem sollen Herausforderungen diskutiert werden, die die jüngsten Erscheinungsformen der ökologischen Krise für eine inter- und transdisziplinär orientierte sozialwissenschaftliche Forschung bedeuten. Die Tagung wird veranstaltet von den Universität Wien und Kassel.
Zur Dokumentation der Tagung

Fair-Fuels-Vorträge auf Workshop „Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen“

28. Februar 2011
Mit zwei Vorträgen war „Fair Fuels?“ beim Workshop „Aspekte der sozialen Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen“ vertreten, der im Rahmen eines Projekts zur Akzeptanz von Biokraftstoffen vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) und der Forschungsgruppe Umweltpsychologie an der Uni Saarland am 28. 02. 2011 in Leipzig durchgeführt wurde. Maria Backhouse stellte aktuelle Ergebnisse ihrer Forschung zu sozial-ökologischen Auswirkungen und Konflikten im Kontext der Biokraftstoffproduktion in Brasilien am Beispiel der Palmölproduktion im Bundesstaat Pará vor. Thomas Vogelpohl präsentierte eine Studie zu freiwilligen Zertifizierungsinitiativen für Biokraftstoffe und der Berücksichtigung sozialer Kriterien sowie zur Legitimität dieser Governance-Instrumente.
Vortrag von Maria Backhouse | Vortrag von Thomas Vogelpohl | Zum Workshop

Vortrag im Rahmen des internationalen Workshops zu "Climate Change and Vulnerability. Perspectives from the Social Science" von Kristina Dietz

18. November 2010
Im Rahmen des international besetzten Workshops an der Universität Kassel, diskutierte Kristina Dietz in ihrem Vortrag „Vulnerability and Climate Change from a North-South perspective – concepts and challenges” aktuelle Konzepte und Ansätze der Vulnerabilitätsforschung im Kontext des Klimawandels und benannte zentrale Herausforderungen für die sozialwissenschaftliche Forschung.
Hier finden Sie den Flyer sowie die Präsentation des Vortrags.

"Fair Fuels?" auf einen Blick

Der Projektflyer zum Download (pdf, 2 MB)

 

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung